Da auch der alte Titel ein Zitat aus einem Lied war („Two by Two“ aus dem wundervollen, überraschend liebevollen Musical The Book of Mormon) fühlt es sich nur richtig an, auch den neuen Titel an ein Musical anzulehnen. Ergo ward „a brand new day“ aus Dr Horrible's Sing-Along Blog (diese Angabe wurde nur gemacht, damit mir nicht vorgeworfen werden kann, ich sei ein Sting-Fan, der zufälligerweise ein Lied mit eben diesem Titel einst gesungen hat) schnell gefunden – nicht nur, weil ich mich viel zu stark mit dem Protagonisten dieses anderen Musicals identfiziere, sondern auch, weil diese Wortkombination einfach gesagt perfekt auf meine derzeitige Situation passt. Diesen Eintrag gibt es schließlich hauptsächlich, weil ich offiziell die Änderung des Hauptthemas dieses Blogs verkünde: es geht nun nur noch um mich, nicht mehr um Vietnam und mich. Meine Egozentrik erklimmt neue Höhen, und das macht mir verdammt noch einmal gar nichts aus.
Leider ist mein Leben nicht unbedingt spannender als zuvor geworden. Nein, ich verbringe die Tage gemütlich in meinem sicheren Zuhause verschanzt, während die Welt um mich herum vor sich hin rast. Und während meine gleichaltrigen Freunde nun beginnen, die Welt zu erobern, das zarte Pflänzchen des Wissens welches in der Schule noch so kümmerlich im Schatten wuchs, aufzuziehen bis es die Blätter der Sonne entgegenstreckt, betrachte ich mein Pflänzchen und seufze traurig.
Jedoch, ach, man solle nicht klagen, denn ich bin nun im Gegensatz zu meinen baldigst mottenzerfressenen parasitären Studentenfreunden ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft: ich arbeite! Falls jemanden der plötzliche Wunsch überfällt, mich ärgern zu wollen – in einer Bäckerei im Gebäude des real,- zwischen Durlach und der Oststadt werdet ihr mich anfinden, wie ich Kunden freundlich frage, ob diese ihr Brot geschnitten möchten, und sie leise verfluche, wenn sie es wagen, diese Frage mit einem Ja zu beantworten.
Ursprünglich sollte an dieser Stelle eine meiner unzähligen Kurzkurzgeschichten stehen (die natürlich alle geschrieben wurden, ohne jegliche literarische Regeln für Kurzgeschichten zu befolgen – wer bin ich denn, dass ich mich mit der Theorie des Schreibens befasse?! Pah!), aber nicht eine einzige hat meinen Qualitätsansprüchen genügt, deswegen:
Leere. An dieser Stelle bitte gedanklich eine gute Geschichte einfügen.
Ansonsten; neben mir liegt eine Tafel feinster Orangenschokolade, und glitzernder Nagellack, und matschiger Zitronenkuchen. Ich denke, etwas Besseres kann ich vom Leben nicht erwarten. Aber ich bin wahrhaftig glücklich, wieder in Deutschland zu sein, das kann man mit Fug und Recht behaupten.
Ich erwarte Madame in Freiburg! Get into trouble, girl.
AntwortenLöschenSchokolade ich bin neidisch*.*
AntwortenLöschenSei froh, dass deine Pflanze verkümmert. ich sitze gerade in Englisch und langweile mich.-.- Bildung is öde.